Hören & Zuhören

Der Blog von zuhoeren dreht sich um alles, was mit Hören zu tun hat. Musik, Geräusche, Meinungen, Töne, Positionen ... Nur selten um Werbung und Marketing. Die andere Seite von zuhoeren und ganz im Sinne von Immanuel Kant:

„Nichtsehen trennt den Menschen von den Dingen,
Nichthören trennt den Menschen vom Menschen.“



Sonntag, 21. November 2010

Starke Frauen (und Männer)

Weihnachten kommt - die ersten Buden der Weihnachtsmärkte sind schon aufgebaut, in den Schaufenstern klingeln die Glocken, überall Adventskalender. Stollen und Plätzchen kommen auf die Theken, die Rauschebärte werden abgestaubt. Und in München steht schon der Weihnachtsbaum am Rathaus. Jetzt kommt Sie wieder die Zeit der Weihnachtsbeschallung - Christmas Songs. Wer Abwechslung sucht, sollte zu einem "CD-Experten" seines Vertrauens gehen. In Erlangen ist das Bongartz, den wir hier schon einmal vorgestellt haben. Klein und fein. Eine Entdeckung für mich: Asa mit ihrer neuen CD "Beautiful Imperfection". Genau das Richtig für diese nebeligen Tage und frühen Abende. Die nigerianische Soulsängerin ist in Frankreich bereits ein Star und verknüpft dezent Soul-, Jazz-, Folk- und Reggae-Elemente zu einer kraftvollen Einheit. Es macht Spaß, der jungen Musikerin zuzuhören. Beispiele der Songs gibt es hier.

Etwas andere Musik, auch aus Frankreich, bietet Hindi Zahra. Das sonnige Debüt - wie sagte DIE ZEIT: Manu Chao trifft Portishead - der Sängerin mit marokkanischen Wurzeln ist durchweg klasse und hörenswert. Vielseitig die einzelnen Songs, abwechslungsreich der Ausdruck.Langeweile kommt hier nie auf und es gibt immer wieder kleine Überraschungen in den Songs. Vielleicht nicht das Richtige für den Weihnachtsabend, aber ganz sicher gut für den Gabentisch. Wer reinhören will, kann dies tun. Ihre Website ist so wie ihre Musik - ein große bunte Entdeckung. Und die Männer? Nun denn: stark Tom Petty mit Mojo und Eric Clapton mit seiner neuen CD Eric Clapton. Erdige Alben mit wunderbaren Songs aus der Blues-, Rock- und Jazzecke. Urwüchsig und ganz entspannt. Auch nicht verkehrt in der Zeit der weihnachtlichen Hektik.

Dienstag, 2. November 2010

Unglaublich ...

Kopfhörer in der Form eines Projektils: 9 mm Silver-Bullet Earphones, mit Titanium-Legierung oder aus purem Gold (ausverkauft, wahrscheinlich auch als Geldanlage statt Barren hoch geschätzt). Nicht nur die Form ist ungewöhnlich, auch der Klang ist exzellent. Wie heißt es doch auf der Website von Munitio: 
Dubbed "The baddest earphones on the planet." MUNITIO: nine millimeter earphones have a sound like no other. Dark and rich like 20 year old scotch. Tight, low, thundering bass that is both accurate and enveloping. Crystal clear mids and sweet smooth highs. Delivering the most complex sounds and subtleties of all musical genres and artistic styles straight into your heart.
Na, da macht doch Zuhören wirklich Spaß! 


Freitag, 22. Oktober 2010

Es gibt sie noch, die gute Musik

Freitag ist Musiktag - das Motto von Bongartz, einem kleinen, aber feinen Musikladen in der Erlanger Hauptstraße. Jazz und Weltmusik, Pop, Indie, Techno und Soul, Klassik und Singersongwriter ... es erstaunt, was Bongartz auf 70 qm alles bietet. An Musik und Kompetenz. Selbst verstümmeltes Vorsingen hilft, um den Komponisten oder das Lied zu finden, welches man irgendwo aufgeschnappt hat und jetzt sucht. Die Mitarbeiter hier haben einfach Ahnung und leben Musik. Lohnt sich also allemal am Samstag (oder an jedem anderen Tag) vorbeizuschauen und in die Musik (die Empfehlungen, Tipps und eigenen Ideen) reinzuhören. In gemütlicher Atmosphäre.

Mein Tipp für etwas Sonne im Herbst: The Duke & The King "Long Live The Duke & The King". Im freitäglichen Newsletter von Bongartz steht geschrieben: The Duke & The King streicheln unsere Seele und führen eine tief verwurzelte amerikanische Musiktradition zu neuen Ufern. Dem brauche ich nichts mehr hinzuzufügen. Hier eine Kostprobe. Viel Spaß beim Zuhören!

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Die ganze Zeit

Man kann zu deutschen Texten stehen wie man will, aber "Die ganze Zeit" von Edo Zanki ist für mich ein Klassiker. Geboren 1952 in Kroatien kam Edo Zanki als Fünfjähriger nach Deutschland. Erste Station war ein Zwölf-Quadratmeter-Zimmer in einer der Baracken des Auffanglagers in Zirndorf, später ging er mit Familie nach Karlsdorf bei Bruchsal, wo sein Vater eine Arbeitsstelle fand. Als Vierzehnjähriger spielte er in der Band seines Bruders. Später machte er Musik unter verschiedenen Namen und unterschiedlichen Konstellationen. 

2001 erschien die CD "Die ganze Zeit". 11 Tracks, aufgenommen mit Freunden wie Till Brönner, Xavier Naidoo und Rolf Stahlhofen. Das treibende "Gib mir Musik" ist der Opener, das gefühlvolle "Der erste Tag" mit der schönen Sequenz "...Du und Deine Liebe leiten meine Rettung ein. Lass dies den ersten Tag im Rest von unserem Leben sein ..." und das sehr nachdenkliche "Wir wissen nicht" spannen den Bogen. Den Schluss bildet "Die Tänzerin", das Lied, welches Edo Zanki für Ulla Meinecke schrieb. Intelligente Texte, gradlinige Arrangements, fantastische Musiker - alles zusammen eine lohnende CD. Einfach reinhören!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Hören mal anders

Eine Impression aus dem Vor-Digitalen-Zeitalter von Bernd Böhner /Erlangen

Samstag, 2. Oktober 2010

Hörladung

Nein, keine Vorladung, sondern eine Einladung zum Mithören. Einfach die schönsten, witzigsten, spannendsten Geräusche, Töne, Klänge an uns per E-Mail (MP3-file) schicken, wir veröffentlichen sie dann in unserem Hoercast. Viel Vergnügen.

Nachhören

Hören in Deutschland? Welchen Stellenwert hat Hören in unserer Gesellschaft? Auf Spurensuche begab sich das Projekt "sounding D". Das "Netzwerk Neue Musik" entwarf im Sommer ein klingendes Bild der Neuen Musik in Deutschland und lud ein zum Erlebnis: im Zug, live und im Internet, sowie entlang der Route des Klangzugs. Dazu gab es zahlreiche Veranstaltungen mit Musik bei Soundwalks, Aktionen und Konzerten vor Ort.Die Soundmap ist spannend, alle Aktionen und Events ein wunderbares Klangteppich über Deutschland. Einfach mal nachhören bzw. reinhören.