Eine Aussage, die nett gemeint ist, aber nicht ernst genommen werden sollte. Denn was heißt das? 24 Stunden, 7 Tage in der Woche verfügbar sein? Das mag für große Unternehmen planbar sein, für Klein-und Kleinstunternehmer ist es nicht machbar. Und auch für den Menschen ist es fatal. Außer man gibt sein Sein auf und lässt Privatheit außer Acht.
Der Anspruch unserer Gesellschaft, also unser aller Anspruch, auf die Möglichkeit alles jederzeit bekommen zu können führt zur Ausbeutung. Von uns selbst, unserer Ressourcen, unserer Erde. Erdbeeren im Winter, Projektgruppen am Sonntag, Telefonate am späten Abend, Servicezeiten rund um die Uhr. Natürlich gibt es Ausnahmen, damit eine Gesellschaft wie die unsrige funktionieren kann (Notdienste), aber es sollte nicht die Regel sein.
Durch die Auflösung der Arbeitsplatzbindung (arbeiten nur im Büro eines Unternehmens möglich) und die Lösungen über Cloud & Co. überall und zu jedem Zeitpunkt (ohne konkrete Verortung) arbeiten zu können, leisten wir diesem Anspruch Vorschub. Wir sollten lernen mit gutem Gewissen sagen zu können, dass wir nur zu bestimmten Zeiten verfügbar sind. Das hilft uns allen und wirkt der Überhitzung entgegen. Andere Dinge rücken in den Mittelpunkt, reale Aspekte, nicht virtuelle. Und was spricht dagegen, dass wir nur die Früchte oder das Gemüse essen, das in der Regel in unserer Nachbarschaft wächst. Natürlich auch hier: Ausnahmen sind möglich, sollten aber nicht die Regel sein. Utopie - ja, aber wir können Schritte dorthin machen. Viel Vergnügen.
Hören & Zuhören
Der Blog von zuhoeren dreht sich um alles, was mit Hören zu tun hat. Musik, Geräusche, Meinungen, Töne, Positionen ... Nur selten um Werbung und Marketing. Die andere Seite von zuhoeren und ganz im Sinne von Immanuel Kant:
„Nichtsehen trennt den Menschen von den Dingen,
Nichthören trennt den Menschen vom Menschen.“
„Nichtsehen trennt den Menschen von den Dingen,
Nichthören trennt den Menschen vom Menschen.“
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Montag, 29. April 2013
Immer für Sie da
Sonntag, 22. Mai 2011
Es gibt sie noch, die guten Dienstleister
Während die großen Unternehmen große Programme entwickeln, Leitbilder entwerfen und Schulungen für alle Ebenen verschreiben, um ihre Kunden für sich zu begeistern, machen es die Kleinen mit Persönlichkeit, Überzeugung und Freude an der Arbeit. Der Fensterputzer, der mit Fahrrad und Hänger durch Erlangen und Umgebung fährt und seine Qualitäten an den Mann bringt, der Schlüsselmann, der wirklich alle Schlüssel nachmachen kann und mit Kreativität überzeugt oder der Schuhreparatur-Service, dessen freundliche Mitarbeiterin Schuhe und Job noch wirklich liebt und das auch rüberbringt. Oder der Druckpatronen-Service, der alte Drucker wieder zum Laufen bringt, mit Know-how, Tüftelei und einer Leidenschaft, die manch kleine Unternehmen auszeichnet. Sie alle brauchen keine Programme, sie denken mit, weil sie eine Mission im Herzen tragen, weil sie das tun, was sie schon immer tun wollten und weil sie leben, was sie tun. In Erlangen gibt es noch einige von ihnen. Sie zu entdecken lohnt sich. Sie zeigen, was man anders machen muss, um Kunden zu begeistern. Zuhören, verstehen, beraten. Die Großen können von ihnen lernen - und dürfen hier durchaus mal abschreiben. Und keiner wird es ihnen ankreiden. Viel Erfolg.
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