Hören & Zuhören

Der Blog von zuhoeren dreht sich um alles, was mit Hören zu tun hat. Musik, Geräusche, Meinungen, Töne, Positionen ... Nur selten um Werbung und Marketing. Die andere Seite von zuhoeren und ganz im Sinne von Immanuel Kant:

„Nichtsehen trennt den Menschen von den Dingen,
Nichthören trennt den Menschen vom Menschen.“



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Samstag, 15. Januar 2011

MUTWERK und HörensWert

Zivilcourage im Theater? Einen sehr authentischen Ansatz wählt das Theater Erlangen mit MUTWERK. Ein Theaterprojekt über Erlanger BürgerInnen, für die Zivilcourage kein Fremdwort ist.

Ihre Geschichten sind die Blaupause für das Stück, Opfer als auch Täter kommen zu Wort, ebenso Menschen, die den Mut hatten, sich für andere einzusetzen. Am 21. Januar ist Premiere, bis dahin können sich Bürgerinnen und Bürger noch aktiv beteiligen und ihren ganz persönlichen Fragebogen ausfüllen.

MUTWERK ist eine Kooperation mit der Evangelisch-reformierten Kirche am Hugenottenplatz in Erlangen, der Polizei Erlangen, dem Förderverein Theater Erlangen, dem Seniorenbeirat und dem Praxisseminar Dramaturgie (Institut für Theaterwissenschaft der Universität Erlangen). Unterstützt wird das Projekt vom Zonta Club of Erlangen, Member of Zonta International.

Einstehen für den Anderen, engagiert eingreifen - das ist die eine Seite. Damit es aber gar nicht so weit kommt, entwickelte die Stiftung Zuhören gemeinsam mit der Akademie Kinder philosophieren das Projekt HörensWert. Unter der Überschrift "Wie klingt Toleranz?" riefen sie einen Hörclub zur Wertebildung ins Leben. Er soll Kinder dabei unterstützen, Werte zu erfahren, zu erkennen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Dahinter steht die einfache wie auch überzeugende Idee, dass die Förderung des Zuhörens als Haltung, die Achtung und Empathie für das Gegenüber ausdrückt , eine - vielleicht die wichtigste - Voraussetzung für den Austausch über Werte ist. MUTWERK und HörensWert - zwei Einladungen zum Mitmachen und Nachmachen.

Montag, 20. September 2010

Zuhören tut gut

Das Wochenende ist Geschichte, der Montag hat uns wieder. Die Motoren werden angelassen, die Fahrräder bestiegen, die Staus sind programmiert. Kaum in der Arbeit, werden die Kaffeemaschinen angemacht, die PCs hochgefahren, die ersten Telefonate geführt - was war, was ist, was wird sein? Was war? Letzte Woche Donnerstag, Theater Fürth, Stifter Gala. Die Sparkasse Fürth und die Stiftergemeinschaft Fürth luden ein zum großen Fest. Im Mittelpunkt standen Stiftungen in Fürth und im Landkreis Fürth. Exemplarisch wurden vier Stiftungen vorgestellt, um zu zeigen, wie man Gutes tun kann und welche Rolle heute Stiftungen spielen. Die Kulturförderstiftung etwa und ihr Einsatz für die Musikschule Fürth e.V. Oder die Stiftungrn "Kinderheim St. Michael" und "Kinderarche". Beides Einrichtungen, die Kindern und Familien in Notsituationen helfen und begleiten. Eindrucksvoll auch die Stiftung "Der Schülercoach" und das Cadolzburger Modell - hier zeigt sich, was ein Einzelner bewirken und auslösen kann. Höhepunkt des Abends war die Vergabe des Fürther Stifterpreises 2010, ein Preis für eine Stifter-Persönlichkeit. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an den mittlerweile 90-jährigen Hans-Georg Mathias, der sich mit seinem stifterischen Engagement, unter anderem für die Kulturförderstiftung Fürth, große Verdienste um Fürth erworben hat. Ein wunderbarer Abend, in dem das Wort und das Bild im Mittelpunkt standen - Menschen erzählten aus Ihrer Arbeit in und für die Stiftungen, gaben Einblick in das Leben und das Tun etwa eines Schülercoaches oder einer Jugendgruppe. Hier war Zuhören angesagt. Genauso wie bei "Salut Salon", die für die musikalischen Akzente sorgten. "Musik soll glücklich und nachdenklich machen", dieses Zitat von Astor Piazolla ist das Motto von Salut Salon - und passte damit perfekt zum feierlichen Abend.